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Lehrfilm über die Rettung eines Ertrinkenden: Marien-Hospital unterstützte Dreharbeiten auf dem Rhein bei Bislich

Rettungsfahrzeuge, Boote und ein Hubschrauber waren im Einsatz, als im September 2015 mit Unterstützung des Marien-Hospitals an der Nato-Rampe auf dem Rhein bis Bislich die Reanimation eines Ertrunkenen gefilmt wurde. Es handelte sich nicht um einen tatsächlichen, sondern nur um einen angenommenen Unglücksfall. Notarzt-TV ist der Titel der Internetplattform, für die an einem Samstag vier Stunden lang gedreht wurde. Der Film richtet sich an junge, unerfahrene Notärzte.

Der Beitrag führt ihnen anschaulich vor Augen, was zur Rettung eines Ertrinkenden mit Kreislaufstillstand und Unterkühlung zu tun ist. Die Richtlinien dazu werden etwa alle fünf Jahre überarbeitet, um sie regelmäßig dem aktuellen Erfahrungs- und Erkenntnisstand anzupassen.

Die Federführung bei den Dreharbeiten in Wesel hatten der freie Journalist Dr. Christian Hermanns (Aachen) und Dr. Marc Achilles, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am Marien-Hospital, der auch als Leitender Notarzt für den Kreis Wesel arbeitet. Für ein realistisches Szenario sorgten die DLRG-Wasserwacht Wesel mit einem Boot, die Berufsfeuerwehr Wesel mit Boot, Jet-Ski und Fahrzeugen sowie die Bundeswehr, die mit dem Rettungshubschrauber SAR 41 aus Nörvenich eingeflogen war. Den im Wasser treibenden Menschen, den es zu bergen galt, simulierten – je nach Übungsmanöver – ein Feuerwehrmann bzw. eine Puppe.

In einem wirklichen Notfall werden vor dem Ertrinken gerettete Menschen, die unterkühlt sind und einen Kreislaufstillstand erlitten haben, in ein Zentrum transportiert, das über eine Herz-/Lungenmaschine verfügt. Weil es schnell gehen muss, geschieht dies meist per Rettungshubschrauber. „Die Filmaufnahmen waren nicht nur eine interessante Erfahrung, sondern alle Beteiligten waren mit Begeisterung bei der Sache und haben auch selbst noch dazu gelernt“, lautete das positive Fazit von Chefarzt Dr. Achilles.

Fotos von den Dreharbeiten  

Chefarzt Dr. Marc Achilles (r.) im Rettungshubschrauber SAR 41 der Bundeswehr    
Transport des "Geretteten" in den Hubschrauber   
Der Jet-Ski der Feuerwehr war bei der Rettungsübung im Einsatz.   
Die Reanimation im Rettungswagen gehörte ebenfalls zum Übungsprogramm.