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Kultursensibles Hospital

Unser Hospital ist Begegnungsort vieler Kulturen. Die Versorgung von Menschen aus anderen Kulturen im Krankheitsfall bringt neue Herausforderungen mit sich, auf die sich die Belegschaft – inzwischen selbst multikulturell – eingestellt hat, damit das Zusammentreffen im Gesundungsprozess gelingt.

Im Marien-Hospital Wesel werden Patienten, die verschiedensten Kulturen angehören, medizinisch und pflegerisch betreut. Auch arbeiten inzwischen vor allem im Ärztlichen Dienst und in der Pflege Menschen aus zurzeit ca. 50 Nationalitäten in Teams und fachbereichsübergreifend in der Patientenversorgung zusammen.



Damit Verständigung, Verständnis und schließlich Zusammenarbeit  gelingen kann, braucht es eine Grundhaltung im Unternehmen, die zum Ziel hat eine interkulturelle Arbeits- und Versorgungsatmosphäre zu schaffen. Als katholisch, konfessionelle Einrichtung wissen wir um die Bedeutung des Ausübens der Religion in Krankheitszeiten. Deshalb wollen wir mit unseren Betreuungs- und Versorgungsleistungen versuchen auch die Bedürfnisse von Patienten aus anderen Kulturkreisen angemessen zu begegnen.

Im Leitbild des Marien-Hospitals ist diese Haltung durch zwei Absätze gleich am Anfang ausgedrückt:

  • Wir werden den Menschen, die uns anvertraut sind und mit denen wir arbeiten, in ihrer Person schätzen, in ihren unterschiedlichen Lebenseinstellungen, Glaubensrichtungen oder Nationalitäten achten und respektieren.
  • Patienten aller Weltanschauungen und Glaubensrichtungen begegnen wir mit Respekt und Toleranz.

Damit in der Alltagsrealität spürbar wird, wie die dazugehörenden Angebote und Bedarfe umgesetzt werden,  hat sich vor mehr als fünf Jahren ein Qualitätszirkel gegründet, der sich mindestens einmal im Quartal trifft und der interdisziplinär aus Mitarbeitern verschiedener Berufsgruppen, auch aus  Pflege und Medizin besetzt ist.



Die QZ-Teilnehmer bringen Fragestellungen aus den verschiedenen Arbeitsbereichen mit. Daraus ergeben sich Lösungsansätze für Veränderungen für Patienten und Mitarbeiter. Belange der zu versorgenden Patienten und deren Angehörige werden gleichberechtigt neben Wünschen und Anregungen der Mitarbeiter bearbeitet.

Was wir bereits erreichen konnten:

  • Einführung und Pflege einer Dolmetscherliste
  • Zweisprachiger Flyer zum Thema für das MHW
             Patientenhinweis-deutsch

             Patientenhinweis-türkisch (Müslüman hastalar için bilgiler)
             MESCID - muslimischer Gebetsraum          

  • Interne Fortbildungsangebote zur Kultursensibilität
  • Kultursensibilität in der Pflegeausbildung - Unterrichtseinheit
  • Sprachkurse berufsbegleitend für Mediziner und Pflegende
  • Übersetzter Speiseplan mit Angaben über schweinefleischfreies Essen
  • Gebetsraum für Muslime (Patienten und Mitarbeiter)
  • Regelmäßige Berichterstattung in der krankenhauseigenen Zeitung
  • Markierung wichtiger muslimischer Feiertage im Dienstplan
  • Aufklärungsbögen in allen Sprachen
  • Möglichkeit ritueller Waschungen verstorbener Patienten aus anderen Kulturen
  • Einrichten eines Abschiedsraums
  • Aktive Zusammenarbeit mit dem Integrationsrat der Stadt
  • Präsenz des MHW bei Kulturveranstaltungen mit Gesundheitsinformationen


Was wir vorhaben:

  • Kultursensible Sprechstunde im Haus der Gesundheit
  • Vorträge zu bestimmten medizinischen, pflegerischen und psychosozialen Themen
  • Erfahrungsaustausch mit anderen Einrichtungen

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