Marien-Hospital WeselProhomine - Logo
Startseite / Aktuelles

Vortrag: Ärzte der Frauenklinik erläutern therapeutische Möglichkeiten bei Blutungen der Gebärmutter

Frauenklinik
Zum Inhalt: Die Menstruation im Leben der Frau beginnt mit der Menarche und endet mit der Menopause. Sie ist 28-tägig zyklisch und natürlich verbunden mit der weiblichen Fertilität. Vor und auch nach der Menopause kann es krankhafte Blutungs-Variationen geben, die sehr überwiegend gutartig und deutlich seltener bösartig sind. Zur qualitativen diagnostischen, sehr wichtigen Unterscheidung dieser beiden kann die Krebsvorsorge oder eine Ultraschall-Untersuchung dienen, zur feingeweblichen (histologischen) Sicherung wird eine sog. „fraktionierte Abrasio“  (Ausschabung) durchgeführt.

Bei Gutartigkeit besteht die Möglichkeit, eine Blutungsstörung in der Gebärmutterhöhle versuchsweise mit Hormontabletten, mit einer Hormon-Spirale oder durch operative Abtragung oder Verödung der Schleimhaut, von Polypen oder von Myomen zu beheben. Dies geschieht mit Erhalt der Gebärmutter. Alternativ oder bei therapie-resistenten Fällen kann auch nur der Gebärmutterkörper anteilig als Teil der Gesamt-Gebärmutter entfernt werden (sog. "LASH"). Beckenboden und die Integrität der zuführenden Gefäße und Nerven können dabei erhalten und geschont werden. Alle diese Maßnahmen erfolgen minimal invasiv, also endoskopisch mit der "Schlüsselloch-Chirurgie".

Bei Bösartigkeit gelten für das absolute Ziel einer Heilung andere Regeln: Die Gebärmutter muss im Normalfall vollständig entfernt werden, bevorzugt auch hier minimal-invasiv (mit kleinen Schnitten). In besonderen Fällen ist, um eine Heilung zu erreichen, ein Bauchschnitt mit - je nach Schweregrad -  Entfernung von Eierstöcken und einigen oder mehreren Lymphknoten erforderlich.

Die Referenten werden die genannten Details anschaulich und gut verständlich im Einzelnen darlegen. Der Vortrag richtet sich an Patientinnen, Laien und betroffene sowie gesunde interessierte Frauen, Angehörige und Freunde.