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Tipps der Kinderklinik: Wie Eltern ihre Kinder vor Brandgefahren und Infektionen schützen können

Kinderklinik Der bundesweite Tag des brandverletzten Kindes, veranstaltet von „Paulinchen“, der Initiative für brandverletzte Kinder, steht dieses Mal unter dem Motto "Heiße Gefahren für Kinder!“. Eine durch Hitze verursachte Verletzung bei Kindern könne oft schwerwiegende Schäden und Folgen haben, sagt Sven Supper, Oberarzt der Kinderklinik. Unfa¨lle mit heißen Flu¨ssigkeiten wie Tee, Kaffee oder umgefallene Wasserkocher verursachen schwerste Verbru¨hungen bei Kindern. Kaum jemand weiß, dass heiße Flu¨ssigkeiten schon ab 52°C die zarte Kinderhaut scha¨digen ko¨nnen.

„Große Schmerzen, zahlreiche Operationen und Behandlungen, die sich oft u¨ber Monate und Jahre hinziehen, sind die traurige Folge fu¨r die betroffenen Kinder“, weiß der Oberarzt. „Diese Unfa¨lle bedeuten einen großen perso¨nlichen Einschnitt fu¨r die Familien.“ Experten scha¨tzen, dass ca. 60 Prozent aller Unfa¨lle vermieden werden ko¨nnten. Mit Sicherheitsmaßnahmen im kindlichen Umfeld, die der sich sta¨ndig größer werdenden Reichweite eines heranwachsenden Kindes angepasst werden, ko¨nnten viele dieser Unfa¨lle verhindert werden.
Aktionen und Veranstaltungen zum 7. Dezember werden im Aktionskalender auf der Website www.tag-des-brandverletzten-kindes.de vero¨ffentlicht.

Infektionen vorbeugen
Glücklicherweise meist nicht ganz so schwer im Ausmaß, aber in der jetzigen Zeit um so häufiger sind akute Atemwegsinfektionen bei Kindern. Oft ist ein banaler Virusinfekt der Auslöser. Bei den jüngsten Patienten der Kinderklinik, also Neugeborenen und Säuglingen, kann ein solcher Infekt allerdings schwere Erkrankungen auslösen – bis hin zur Notwendigkeit einer vorübergehenden künstlichen Beatmung.

Gerade deshalb ist die Prävention hier die beste Art, mitunter wochenlange Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Da die Erreger von den Händen leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund übergehen können, ist die richtige Händehygiene immens wichtig, um eine Übertragung auf das jüngste Familienmitglied zu verhindern.„Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig, besonders vor dem Zubereiten von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang oder wenn Sie nach Hause kommen“, appelliert Oberarzt Sven Supper an die Eltern und erklärt, wie man es am besten machen sollte: Die Hände unter fließendes Wasser halten, anschließend Seife 20 bis 30 Sekunden auch zwischen den Fingern verreiben, dann sorgfältig abspülen und abtrocknen. Weiterer Tipp: „Versuchen Sie darüber hinaus, die Hände möglichst vom Gesicht fernzuhalten.“ Weitere Hinweise zur häuslichen Hygiene unter www.wir-gegen-viren.de.

Wesel, 30. November 2016