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Endokrinologie

Die endokrine Chirurgie befasst sich mit den Erkrankungen hormonproduzierender Drüsen.
Zu diesen gehören die Schilddrüse, die Nebenschilddrüsen und die Nebennieren.
Zur Diagnostik stehen uns hierbei alle modernen Methoden wie (Farbduplex-) Sonographie,
Computertomographie (CT) sowie Magnetresonanztomographie (MRT) und Szintigraphie zur Verfügung.



Schilddrüse

Veränderungen der Schilddrüse sind in Deutschland sehr häufig.
Ca. 20 Millionen Menschen sind hiervon betroffen.
Obwohl die allermeisten dieser Veränderungen keiner operativen Behandlung bedürfen, werden in Deutschland über 100 000 Operationen an der Schilddrüse pro Jahr durchgeführt.
Damit gehören diese Eingriffe zu den häufigsten Operationen. Die Notwendigkeit einer Operation ergibt sich z.B. bei erheblicher Vergrößerung der Schilddrüse, bei bestimmten knotigen Veränderungen zum Ausschluss einer bösartigen Geschwulst, aufgrund eines Autoimmungeschehens (M. Basedow) oder bei nachgewiesenen bösartigen Tumoren.
In spezialisierten Kliniken können diese Operationen heutzutage sehr sicher und komplikationsarm durchgeführt werden. Moderne Hilfsmittel wie Neuromonitoring, Hochfrequenzdissektoren und Lupenbrillen, welche allesamt in unserem Hause verwendet werden, unterstützen dabei den Operateur. In geeigneten Fällen besteht auch die Möglichkeit der minimalinvasiven Chirurgie. Selbstverständlich ist heutzutage das Ziel einer ästhetischen Narbenbildung.



Nebenschilddrüse

Die Nebenschilddrüsen - auch Epithelkörperchen genannt - sind vier erbsgroße und paarig angelegte Organe, welche direkt hinter der Schilddrüse liegen. Die Nebenschilddrüsen sind wichtige Organe bei der Regulation von Kalzium im Körper. Die häufigste Erkrankung der Nebenschilddrüse ist eine Überfunktion mit erhöhten Kalziumwerten, der sogenannte primäre Hyperparathyreoidismus. Hieran erkranken ca. 25 000 bis 30 000 Bundesbürger jährlich neu.
Symptome wie Abgeschlagenheit und Müdigkeit sind meist die Vorboten der manifesten Erkrankung, welche dann etwa Nierensteine, Osteoporose oder auch Magengeschwüre verursacht. Aufgrund der Komplikationen, welche daraus resultieren können, sollte diese Erkrankung in der Regel operiert werden.



Nebenniere

Die beiden Nebennieren liegen außerhalb des Bauchraumes am oberen Pol der beiden Nieren. Ihr Gewicht beträgt ca. 3 - 6 g. Chirurgisch von Bedeutung sind in erster Linie Tumoren der Nebennieren. Diese können gut- oder bösartig sein, vermehrt oder normal Hormone produzieren. In vielen Fällen ist hierzu eine aufwendige Labordiagnostik notwendig, welche in der Regel von unserer gastroenterologischen Fachabteilung im Vorfeld durchgeführt wird.
Die Operation ist hier häufig im Rahmen einer "Schlüssellochchirurgie" möglich.